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Steuerstrafrecht / Steuerstrafverteidigung

Spätestens nach den groß angelegten Bankendurchsuchungen hat das Steuerstrafrecht auch für zahlreiche Arbeitnehmer an Bedeutung gewonnen. Die EDV der Finanzämter sowie deren zunehmende Vernetzung untereinander macht einen Datenabgleich zwischen unterschiedlichen Steuerpflichtigen oder den aus Betriebsprüfungen, bzw. Bankendurchsuchungen gewonnenen Ermittlungsdaten möglich. Dies führt zur Aufdeckung von Zweifelsfällen und der Einleitung eines steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahrens. Die Finanzämter haben in den vergangenen Jahren aufgrund dieser Ermittlungsverfahren zahlreiche Kapitalanleger angeschrieben und zur Nacherklärung ihrer Zinseinkünfte aufgefordert. Erfolgte dann unverzüglich eine umfassende Nacherklärung, bestanden noch gute Aussichten, dass von der im deutschen Strafrecht fast einmaligen Möglichkeit Gebrauch gemacht werden konnte, die eine Straffreiheit des sich selbst Anzeigenden vorsieht.

Bei einer Selbstanzeige sind zahlreiche Dinge zu beachten, die wir stets in einem vertrauensvollen und persönlichen Gespräch mit Ihnen erörtern. Das Vorliegen dieser Voraussetzungen ist für jeden Einzelfall neu zu prüfen, da eine Selbstanzeige nicht in jedem Fall und ohne weiteres wirksam ist.

Die Einleitung eines steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahrens zeichnet sich oftmals im Vorfeld ab und ist für den Berater auch aus dem Schriftverkehr zwischen Finanzamt und Steuerpflichtigen oder im Rahmen einer Betriebsprüfung frühzeitig ersichtlich. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, frühzeitig einen Berater hinzuzuziehen und mit diesem die tatsächlichen Gegebenheiten und Vorgehensmöglichkeiten zu erläutern.

Ist es für eine Selbstanzeige zu spät, steht die Strafverteidigung im Vordergrund der Beratung. Ziel der Steuerstrafverteidigung ist es, die Vermutungen, Indizien und Beweise des Finanzamtes zu widerlegen oder zumindest in Zweifel zu ziehen, so dass keine Verurteilung möglich ist.
Die Steuerstrafverteidigung gewinnt für zahlreiche Steuerpflichtige zunehmend an Bedeutung, da nicht nur gegen tatsächliche Steuerhinterzieher konsequenter vorgegangen wird, sondern auch die oftmals verwirrende Steuergesetzgebung dazu führt, dass zahlreiche Steuerpflichtige unbewusst falsche Angaben machen und dadurch unberechtigt in den Verdacht einer Steuerhinterziehung geraten.

Für den Fall, dass Sie unsicher sind, ob Sie Ihr Einkommen stets korrekt erklärt haben oder nicht, empfehlen wir ein ausführliches Beratungsgespräch. Hierbei ist es wichtig, dass Sie uns als Ihren Beratern und Verteidigern "die Karten offenlegen", da nur so eine sinnvolle Beratung und gegebenenfalls Verteidigung möglich ist. Keinesfalls geben wir Daten ohne Ihr Einverständnis an die Finanzämter oder Dritte Personen weiter, da wir berufsrechtlich zur umfassenden Verschwiegenheit verpflichtet sind. In vielen Fällen kann Ihnen ein erstes Beratungsgespräch, bei dem Entschluss oder der Einschätzung Ihrer Situation sehr helfen. Für eine erste Beratung fällt lediglich eine in ihrer Höhe gesetzlich beschränkte Erstberatungsgebühr an. Anschließend steht Ihnen die freie Wahl offen, eine in der Regel mit Nacherklärungen verbundene und recht umfangreiche Beratung und Aufarbeitung der steuerlichen Verhältnisse in Anspruch zu nehmen.