Steuertipp Dezember 2007
Wussten Sie schon ...

dass die Erbschaftsteuerreform voraussichtlich Anfang/Mitte 2008 rückwirkend zum 01.01.2007 in Kraft treten soll? Bis dahin wird es für Erbschaften (nicht Schenkungen) ein Wahlrecht zwischen dem alten und dem neuen Erbschaftsteuerrecht geben. Die derzeit bekannten Elemente wirken sich jedoch unterschiedlich bei den einzelnen Unternehmen bzw. Branchen aus: Der Übergang von privatem Vermögen im engen Familienkreis soll weitgehend geschont bleiben. Hierzu sollen die persönlichen Freibeträge angehoben werden. Dies bedeutet für Ehegatten von 307.000,- € auf 500.000,- €, für Kinder von 205.000,- € auf 400.000,- € und für Enkel von 50.200,- € auf 200.000,- €. Für den Erwerb von Hausrat durch Personen der Steuerklasse I beträgt der sachliche Freibetrag weiterhin 41.000,- €, für den Erwerb von anderen beweglichen körperlichen Gegenständen, die nicht als Hausrat gelten, wird der sachliche Freibetrag von bisher 10.300,- € auf 12.000,- € erhöht. Für die Unternehmensnachfolge insbesondere bei klein- und mittelständischen Unternehmen wird der Betriebsübergang steuerfrei bleiben, soweit die Arbeitsplätze im Betrieb über 10 Jahre mehrheitlich erhalten bleiben und der Betrieb über 15 Jahre mit seinen Vermögenswerten fortgeführt wird. In der Steuerklasse I sollen die Steuersätze (7 % bis 30 %) beibehalten werden. Für die Steuerklassen II und III ist eine Erhöhung vorgesehen. Angedacht ist ein Zweistufentarif mit jeweils 30 % und 50 % je Steuerklasse. Hierdurch werden weiter entfernte verwandte und nichtverwandte Steuerpflichtige deutlich höher besteuert.

Ausführlichere Informationen unter: www.bundesfinanzministerium.de/lang_de/DE/Aktuelles/070.html.